Wie die EU den Handel mit illegalen israelischen Siedlungen beenden kann – CIDSE

Wie die EU den Handel mit illegalen israelischen Siedlungen beenden kann

Ein neuer Vorschlag von CIDSE und EuMEP zeigt, dass die EU die rechtliche Verpflichtung und die Instrumente hat, Den Handel mit illegalen israelischen Siedlungen beenden.



CIDSE und EuMEP haben einen detaillierten Vorschlag zur Beendigung des Handels der Europäischen Union mit den illegalen israelischen Siedlungen entwickelt. 

Dieses Papier zeigt, wie eine solche EU-weite Maßnahme konkret konzipiert und umgesetzt werden kann – und erklärt, warum dies notwendig ist. 

Es baut auf den Erkenntnissen des Gutachtens des Internationalen Gerichtshofs (IGH) von 2024 auf, das Staaten dazu verpflichtet, Handel zu unterbinden, der die von Israel in den besetzten palästinensischen Gebieten geschaffene illegale Situation aufrechterhält. Es reagiert zudem auf die zunehmenden Forderungen der EU-Mitgliedstaaten nach konkreten Maßnahmen der Europäischen Union gegen den Handel mit den Siedlungen. 

Der Vorschlag basiert auf umfangreichen rechtlichen und technischen Recherchen, die von EuMEP und CIDSE gemeinsam durchgeführt wurden. Er stützt sich auf Konsultationen mit europäischen Handels- und Verfassungsrechtlern, auf EU-Recht spezialisierten Kanzleien, Zollexperten sowie ehemaligen und aktuellen Beamten der Europäischen Kommission. 

Im Kern schlägt das Papier eine EU-Verordnung gemäß der Gemeinsamen Handelspolitik (Artikel 207 AEUV) vor, die den Handel mit israelischen Siedlungen im Einklang mit dem Völkerrecht verbieten würde. Die Untersuchung zeigt, dass eine solche Maßnahme nicht nur möglich, sondern auch rechtlich notwendig und operativ umsetzbar ist.

Der Vorschlag behandelt die wichtigsten Merkmale eines wirksamen EU-Handelsverbots, darunter die Rechtsgrundlage für EU-Maßnahmen gemäß Artikel 207 AEUV, Ziele und Anwendungsbereich, Ursprungsregeln für Waren mit Ursprung in Siedlungen sowie Umsetzungs- und Durchsetzungsmechanismen in den Mitgliedstaaten. Er erläutert zudem, warum die derzeitige EU-Politik, die den Handel mit Siedlungen weiterhin zulässt, sowohl inhaltlich als auch praktisch nicht haltbar ist. 

Ziel dieses Papiers ist es, einen praktischen, durchsetzbaren und rechtlich fundierten Plan für die Angleichung der Handelsbeziehungen der EU an das Völkerrecht und die Urteile des IGH vorzulegen. 

Die EU hat keine Ausreden mehr, um das Handeln hinauszuzögern; sie muss ihren Handel mit den illegalen israelischen Siedlungen jetzt beenden. 


Weitere Ressourcen:



Kontakte:
– Dorien Vanden Boer, CIDSE Israel & Policy Officer für besetzte palästinensische Gebiete, vandenboer(at)cidse.org
– Martin Konečný, EuMEP, martin.konecny(at)eumep.org

Titelbild: Europäische Kommission. Bildnachweis: ©Europäische Union, 2026, lizenziert unter CC BY 4.0 

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