Menschenrechts- und humanitäre Organisationen fordern die EU auf, ihre Grundsätze und rechtlichen Verpflichtungen einzuhalten.
Am 30. März 2026 stimmte die israelische Knesset für die Ausweitung der Todesstrafe in den besetzten palästinensischen Gebieten. Daraufhin schloss sich CIDSE anderen Menschenrechts- und humanitären Organisationen an und forderte die EU auf, ihre erklärten Grundsätze und rechtlichen Verpflichtungen einzuhalten und die Handelskomponente des Abkommens auszusetzen. Assoziierungsabkommen EU-Israel.
Die Tragweite dieser Situation für das palästinensische Volk kann nicht hoch genug eingeschätzt werden. Das neue israelische Todesstrafengesetz verstößt gegen grundlegende, von der internationalen Gemeinschaft anerkannte Schutzmechanismen. Seine diskriminierende Natur und der Mangel an rechtsstaatlichen Verfahren verletzen die im humanitären Völkerrecht und den Menschenrechten verankerten Schutzbestimmungen. Dies stellt eine gefährliche Entwicklung mit gravierenden Folgen für die Menschenrechte der Palästinenser und das Völkerrecht dar.
Die Dringlichkeit dieses Moments kann nicht genug betont werden. Trotz der langjährigen Ablehnung der Todesstrafe durch die EU und wiederholter diplomatischer Bemühungen sind bisher keine konkreten Maßnahmen erfolgt. Die EU muss über bloße Bekundungen hinausgehen und ihren völkerrechtlichen Verpflichtungen nachkommen, indem sie – zumindest als Sofortmaßnahme – die Handelskomponente des Assoziierungsabkommens EU-Israel aussetzt, wie Präsidentin von der Leyen im September 2025 vorgeschlagen hat.
Weitere Ressourcen:
- Katholische Würdenträger und Organisationen fordern den Schutz palästinensischen Lebens unter Besatzung (siehe dort). hier.
CIDSE-Kontakt: Dorien Vanden Boer, Politikbeauftragte für Israel und die besetzten palästinensischen Gebiete, vandenboer(at)cidse.org
Titelbild: Israelische Knesset, Adobe Stock.

