Ende der COP 24: Mehr Solidarität und Gerechtigkeit sind erforderlich, um dem Klimawandel zu begegnen - CIDSE
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Ende der COP 24: Um dem Klimawandel zu begegnen, sind mehr Solidarität und Gerechtigkeit erforderlich

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Die UN-Klimaverhandlungen der COP 24 im polnischen Katowice enden heute nach zwei Wochen. Die Verhandlungsführer der Konferenz hatten die Aufgabe, das „Paris Rulebook“ zu erstellen, den entscheidenden nächsten Schritt bei der Umsetzung des vor 3 Jahren angenommenen Pariser Übereinkommens.

 Im IPCC-Meilensteinbericht (Oktober 2018) warnten die Wissenschaftler der Welt vor der Dringlichkeit, alle möglichen Maßnahmen zu ergreifen, um die globale Erwärmung unter 1.5 C zu halten, um katastrophale Folgen zu vermeiden. Sie haben klar umrissen, dass wir uns in einer Zeit des Klimanotfalls befinden und dass wir drastische Änderungen in unserer Politik und unserem Lebensstil vornehmen müssen, um unseren Planeten zu retten. Das Ende dieser Gespräche und das verabschiedete Pariser Regelwerk spiegeln die Dringlichkeit nicht angemessen wider, und es muss noch viel getan werden, um strengere Maßnahmen zu ergreifen, die es ermöglichen, das 1.5 C-Temperaturlimit einzuhalten. Das Fehlen strenger Mechanismen zur Stärkung der Ambitionen zur Reduzierung der Treibhausgasemissionen sowie solide finanzielle Verpflichtungen und der Ausschluss von Verweisen auf Menschenrechte und Ernährungssicherheit zeigen eindeutig, dass die Regierungen sich von ihrer Verantwortung abwenden, zu handeln und das Pariser Abkommen daher vollständig umzusetzen Verpflichtungen.

Gestern hat die Zivilgesellschaft, einschließlich der CIDSE, als Reaktion auf den offensichtlichen Mangel an starken Verpflichtungen, die aus den Verhandlungen hervorgegangen sind, einen großen Protest innerhalb der COP 24 angeführt und die politischen Führer an die Forderungen des Volkes erinnert, die mit unwiderlegbaren wissenschaftlichen Beweisen übereinstimmen. Mit vielen anderen Organisationen haben wir betont, dass wir sofortiges und ehrgeiziges Handeln brauchen; und eine drastische Verschiebung unserer Energie- und Landwirtschaftssysteme muss jetzt beginnen; Diese Finanzmittel müssen den Wandel unterstützen und denjenigen helfen, die bereits mit Klimakatastrophen fertig werden. Wir haben wiederholt, dass wir, um wirklich effektiv zu sein, dies auf eine Weise tun müssen, die fair und gerecht für die Basis und die Frontgemeinden ist, um sicherzustellen, dass die Last nicht wieder auf die Armen und diejenigen fällt, die am stärksten von - aber am wenigsten verantwortlich - betroffen sind. die aktuelle Klimakrise. Die Menschen baten die Regierungen, bei dieser COP transformative Maßnahmen zu ergreifen: „Niemand hat damit gerechnet, dass eine Konferenz die Klimakrise für sich alleine lösen wird. Aber wir haben etwas Besseres erwartet - und wir haben etwas Besseres verdient. “Sagten die Leute gestern in der Aktion.

„Für CIDSE muss die Grundlage der Klimapolitik Solidarität sein, da Klimagerechtigkeit ein moralischer Imperativ ist und Solidarität ohne Demut nicht existieren kann. Politiker wohlhabender Nationen sollten bescheiden genug sein, um ihre Pflicht anzuerkennen, die Interessen anderer in den Vordergrund zu stellen, zu verstehen, dass wir ein gemeinsames Zuhause haben, und uns alle als eine menschliche Familie zu schützen. “ sagte Josianne Gauthier, CIDSE-Generalsekretärin. Solidarität muss auch im Zentrum unseres Wirtschaftssystems stehen, ehrgeizige und tiefgreifende Strukturreformen erfordern und unsere Gesellschaft auffordern, sich in neuen Ansätzen und Politiken zu verankern: einem neuen Handelsregime für eine Sozial- und Solidarwirtschaft, einem anderen Bank- und Finanzsystem - ein ganzer Paradigmenwechsel.

Die letzten Tage bei COP 24 haben uns erneut gezeigt, dass eine solche Verlagerung stark von der Stimme und dem Handeln der Bürger beeinflusst werden sollte. Eine große Gruppe von Freiwilligen des CIDSE-Netzwerks versammelte sich in Katowice und engagierte sich für radikale Veränderungen im Lebensstil und für Klimaschutz, um Botschafter für Veränderungen in ihren Heimatgemeinden zu werden (siehe Kampagne „Veränderung für den Planeten - Fürsorge für die Menschen”). Sie wissen, dass ihr Engagement - zusammen mit einem von mehreren zivilgesellschaftlichen Akteuren - durch die Kraft ihres Handelns und ihres Zeugnisses zu dem Erwachen beitragen wird, das sie überall um sich herum schaffen werden. CIDSE als Netzwerk verpflichtet sich ebenfalls, dieses Engagement zu unterstützen. Ein solcher Vorstoß baute auf dem Engagement der katholischen Kirche für das Klima auf, einschließlich des Heiligen Stuhls, der in den Klimaverhandlungen über „dringende Maßnahmen und die dringende Notwendigkeit einer neuen Solidarität“ sprach.

Hinweise an die Redaktion:
Kirche weltweit ruft zu ehrgeizigem und dringendem Klimaschutz auf (Oktober 2018)
Führer katholischer Entwicklungsagenturen forderten dringend Klimaschutz und Wirtschaft nach dem Wachstum (Oktober 2018)

Die Dringlichkeit des Klimas: Segel setzen für ein neues Paradigma

Medienkontakt: Valentina Pavarotti, CIDSE-Beauftragte für Kommunikation und Medienarbeit, pavarotti (at) cidse.org

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