Straflosigkeit der Unternehmen und mangelnder Zugang zur Justiz in Kolumbien: Wie ein UN-Vertrag helfen könnte - CIDSE
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Straflosigkeit von Unternehmen und mangelnder Zugang zu Gerichten in Kolumbien: Wie ein UN-Vertrag helfen könnte

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In einem Videointerview zeigt Elisabet Pèriz von Tierra Digna einige Probleme im Zusammenhang mit transnationalen Unternehmen und Menschenrechtsverletzungen in Kolumbien.

Im Juni nahm 2016 Elisabet Pèriz vom Forschungszentrum für soziale Gerechtigkeit Tierra Digna in Kolumbien an einem von CIDSE, Friends of the Earth Europe, SOMO und Bread for the World in Brüssel organisierten Rechtsseminar zum UN-Vertrag über Unternehmen und Menschenrechte teil. Sie nahm auch an einer Anhörung des Europäischen Parlaments zum Thema „Wie können transnationale Unternehmen für Menschenrechtsverletzungen verantwortlich gemacht werden?“ Teil.

Aus dem Interview geht hervor, dass es in Kolumbien ein grundlegendes Problem beim Zugang von Menschen zu Gerichten gibt, die von den Bergbauprojekten transnationaler Unternehmen betroffen sind, hauptsächlich aufgrund schwacher und teurer Verwaltungs- und Justizmechanismen, die die Rechte der Gemeinschaften außer Kraft setzen In einer solchen Situation können multinationale Unternehmen häufig frei agieren, ohne die Menschenrechte zu berücksichtigen, und müssen sich keine Sorgen über die rechtlichen Konsequenzen machen.

Laut Elisabet könnte ein UN-Vertrag die Situation zugunsten der Menschen radikal verändern, deren Interessen und Rechte endgültig berücksichtigt und geschützt würden, da Unternehmen auf internationaler Ebene zur Rechenschaft gezogen würden. Elisabet hat auch eine klare Botschaft an die Europäische Union: Sie sollte für das Verhalten ihrer Unternehmen in anderen Gebieten verantwortlich sein, und die europäischen Staats- und Regierungschefs sollten einen verbindlichen Vertrag unterstützen, um die Maßnahmen ihrer Unternehmen unter Kontrolle zu halten.

Klicken Sie hier das Interview zu sehen.

 

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